Flurstücke 011 ist Brennpunkt für verschiedene Anliegen

Gesamtkunstwerk
Erstmalig treffen die darstellenden Künste in ihrer Verschiedenartigkeit konzentriert in einer Stadt zusammen: Theater, Tanz, Musik, Installation und Film kulminieren in einem Festival.

Öffentlicher Raum
Die Kunst wird nicht in Gebäude eingesperrt, sondern ist öffentlich: Der Stadtraum Münsters dient als Ort der Inszenierung, verschiedene Standpunkte werden an vier Tagen von den Künstlern verwandelt und bespielt. Dem Konzept von Site-Specific-Theater gemäß sind die einzelnen Kunstprojekte dabei stets auf den jeweiligen Bespielungsort ausgerichtet. Ziel ist es, die Stadt als solche zur Protagonistin zu machen, sie zu verwandeln und dadurch mit Wahrnehmungsmustern zu brechen.

Auswärts/Einwärts
Das Festival steht im Spannungsfeld von Regionalität und Internationalität: Zum einen wird der regionale Charakter betont, indem Münsters Plätze in ihrer Eigenart von den Künstlern ausgewählt wurden und zum Ort der Inszenierung werden; zum anderen wird Münster Schauplatz internationaler Kunst, da Künstler von nah und fern nach Münster kommen und ihre Perspektive auf die Stadt in ihrer Performance verwirklichen. Es geht uns um ein Wechselspiel zwischen Innenperspektive und Außenperspektive.

Kunst macht Raum
Uns liegt an der Verquickung von darstellender Kunst und lebendiger Stadt. Der Stadtraum ist zunehmend kommerzialisiert und privatisiert worden, demzufolge ist er nicht mehr öffentlich. Hierfür will Flurstücke 011 mittels künstlerischer Verfremdung sensibilisieren: durch Schärfung der Wahrnehmung soll sich das Publikum den Stadtraum neu erschließen und zurückerobern.

Pionierarbeit
Mit Flurstücke 011 möchten wir für mehr Aufmerksamkeit für die darstellende Kunst im Öffentlichen Raum sorgen.